FOCUS: der Schlüssel zo 20% mehr Projekten

Focus

Ein Mitarbeiter von Rijkswaterstaat fährt in seiner Freizeit unter einer Brücke hindurch und erlebt den Schreck seines Lebens, als Teile der Brücke herunterfallen. Er schlägt Alarm; die Brücke wird notdürftig repariert. Ein Motorradfahrer auf einer anderen Brücke kommt mit dem Schrecken davon, als er im letzten Moment einem Loch in der Fahrbahn ausweichen kann. Auch dort folgt eine Notreparatur.

Solche Meldungen werden wir in Zukunft häufiger hören. Unsere Ingenieurbauwerke gehen in den Ruhestand. Brücken, Tunnel und Viadukte, die in den 50er-, 60er- und 70er-Jahren gebaut wurden, erreichen das Ende ihrer Lebensdauer. Doch leider gibt es zu wenig Budget für Instandhaltung und Erneuerung.

Natürlich ist Rijkswaterstaat sich dessen bewusst. Der Leiter der Behörde, Martin Wijnen, erklärte auf LinkedIn, dass notwendige Erneuerungen wegen fehlender Budgets nicht gestartet werden können. In einem Interview mit De Bouwcampus rief er die Branche dazu auf, sich zu fokussieren: „Denn wenn man alles macht, erreicht man nichts.“

Diese Strategie ist dringend notwendig. Weil nicht genügend Geld für Erneuerungen zur Verfügung steht, werden Erneuerungen verschoben. Dadurch steigen die Kosten für Reparaturen. Und weil Reparaturen und Erneuerungen aus demselben Budgettopf bezahlt werden, bleibt immer weniger Raum für strukturelle Erneuerung. Eine Abwärtsspirale.

Geduld

An dieser Strategie des Fokus hängt also viel. Aber was bedeutet das konkret? Welche Pläne werden umgesetzt? Welche werden auf Eis gelegt? Und wer trifft diese Entscheidungen?

Denn seien wir ehrlich: Fokus ist leichter gesagt als getan.

„Ich bin schon lange in dieser Branche tätig“, vertraute mir ein Manager an, „ich habe schon viele Pläne gesehen … und gelernt, geduldig zu sein.“

Diese Reaktion hört man häufiger. Führungskräfte und Manager spüren, dass das System unter Druck steht, sehen aber auch, wie langsam sich Dinge verändern.

„Es dauert alles so lange“, seufzte kürzlich ein Entscheidungsträger auf einer Konferenz.

Ein erfahrener Projektmanager aus meinem Netzwerk entschied sich sogar dazu, das Projektmanagement ganz aufzugeben. Es wurde ihm zu komplex. Stattdessen begann er, andere zu coachen.

Das wirft eine unangenehme Frage auf:

Das bringt eine unbequeme Wahrheit ans Licht:

So hält das System seinen eigenen Stillstand am Leben.

Manchmal wünscht man sich, man könnte zaubern.

Zaubern mit Fokus

Fokus ist tatsächlich die richtige Strategie. Doch oft fehlt ein entscheidender Schritt:

Fokus auf den Engpass.

Jede Organisation, jedes Projekt und jedes Portfolio hat nur einen einzigen Engpass: den Faktor, der bestimmt, wie schnell Projekte geliefert werden.

Das bedeutet auch, dass Verbesserungen außerhalb des Engpasses keinen Einfluss auf die Anzahl der Projekte haben, die eine Organisation liefert.

Und genau das erklärt, warum so viele Veränderungen keine wirklichen Verbesserungen sind …

Es wird hart gearbeitet, aber das System liefert weiterhin dieselbe Leistung.

Die Stärke dieser Denkweise liegt darin, dass sie Komplexität auf etwas Handhabbares reduziert. Wo Organisationen oft in Vielfalt und Überlastung gefangen sind, schafft der Fokus auf den Engpass Klarheit und Richtung.

Was es bringt

Bei der Provinz Zeeland wurde dieser Ansatz konkret angewendet. Durch den konsequenten Fokus auf den Engpass haben sie ihre Arbeitsweise angepasst.

Das Ergebnis:

• Projekte werden nachweislich besser gesteuert
• Entscheidungen werden schneller und entschlossener getroffen
• und vor allem: Projekte kommen 20 % schneller auf den Markt

Das ist kein theoretisches Modell, sondern ein praktisches Ergebnis in einem komplexen öffentlichen Umfeld.

Doch es passiert noch etwas anderes.

Gerade in einem Umfeld, in dem „alles so lange dauert“ und Geduld zur Norm geworden zu sein scheint, kehrt das Vertrauen zurück, sobald die Produktivität steigt. Teams erleben wieder Kontrolle, Energie und Fortschritt.

Einladung

Vor Kurzem haben Sjors Kiemeneij und Steven Mookhoek von der Provinz Zeeland in einem Webinar von De Bouwcampus gezeigt, wie sie dies erreicht haben.

Für Direktoren und Programmleiter, die erkennen, dass ihre Organisation in der Komplexität feststeckt, bietet dieses Webinar die Möglichkeit zu sehen, wie es anders gehen kann. Über diesen Link erfahren Sie, wie Sie mit Fokus auf den Engpass Projekte vorhersehbarer und gleichzeitig schneller machen können.

Wenn Sie es eilig haben, können Sie auch meinen kurzen LinkedIn-Beitrag dazu lesen.

Fokus ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit

Die Herausforderungen im Infrastruktursektor sind groß. Budgets stehen unter Druck, Systeme geraten an ihre Grenzen und der Bedarf an Erneuerung wächst.

Gerade deshalb ist Fokus kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.

Wer weiß, wo der wahre Engpass liegt, muss nicht zaubern, um Fortschritt zu erzielen … auch wenn es sich manchmal so anfühlt.

By Willem de Wit
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